By Ludger Rensing, Volkhard Rippe

Das für ein breites Publikum geschriebene Werk zeigt die kausalen Verbindungen zwischen den messbaren Alterserscheinungen und den zugrundeliegenden Veränderungen in Genen, Zellen und in deren Kommunikationssystemen auf. Molekularbiologische Ansätze gewinnen in Medizin und Pharmakologie immer mehr an Bedeutung (Molekulare Medizin, targeted therapies, genombasierte personalisierte Medizin), und Kenntnisse über kausale Mechanismen der Alterung werden die Vorsorge und Therapie zahlreicher Alterskrankheiten deutlich verbessern können. Die Autoren erläutern diese Zusammenhänge an elf menschlichen Funktionssystemen: Haut, Knochenskelett, Muskulatur, Kreislauf und Lunge, Immunsystem, Verdauungssystem, Ausscheidungssystem, Sexualität und Fortpflanzung, Hormonsystem, zentrales Nervensystem und Sinnesorgane.

Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Übersicht über die normalen Funktionen des platforms; dann werden die altersabhängigen Veränderungen und Erkrankungen mit den zugrundeliegenden molekularen Mechanismen dargestellt. Abschließend gehen die Autoren auf einige medizinische Aspekte von Alterserkrankungen und wichtige therapeutische Ansätze ein. Am Anfang des Buches steht ein einführendes Kapitel über die grundlegenden (evolutions)biologischen Fragen zu Alterungsvorgängen, gefolgt von einer Übersicht über den gegenwärtigen Stand der Altersforschung und die wichtigsten Alterstheorien, darunter die Theorie der Schadensakkumulation und die Theorie der Verkürzung der Chromosomenenden (Telomere). Im letzten Kapitel des Werkes geht es schließlich um die Frage, wodurch die Korrelation zwischen modify und dem Auftreten der meisten Krebstypen zustande kommt und welche äußeren und inneren Faktoren dabei mitwirken.​​​

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Die Embryonalentwicklung bis zur Geburt dauert etwa 20–22 Monate, danach lebt der junge Elefant etwa sechs Monate von der Muttermilch und bleibt insgesamt bis zu acht Jahren bei der Mutter. Die Geschlechtsreife der jungen Elefanten setzt etwa mit diesem Alter ein. Man schätzt, dass weibliche Elefanten bis zu 12 Kälber in ihrer Reproduktionsphase haben können (Gröning und Saller 1998). Der hohe Ressourcenverbrauch – Blätter, Zweige, Bäume – war früher wahrscheinlich kein Faktor in der Evolution, während er jetzt bei der zunehmenden menschlichen Bevölkerungsdichte in Afrika zu einem Problem wird.

Dieses Ergebnis stützt die These, dass Umgebungsfaktoren oder Genetik, die die Reproduktion verzögern, eine Verlängerung der Lebenszeit mit sich bringen, um aus der Sicht der Evolution den Reproduktionserfolg zu sichern. Das trifft offenbar auch auf C. elegans zu. Umgekehrt kann auch eine Verkürzung der Lebenszeit eine Verfrühung der Reproduktion bedingen, wie es möglicherweise bei Pygmäen der Fall ist (s. weiter unten).  h. die Nachkommenanzahl, pro Zeiteinheit relativ hoch. Daneben gibt es jedoch auch unter den Wirbellosen zahlreiche Arten mit erheblicher Körpergröße (Muscheln, Tintenfische, Krebse), die viele Jahre alt werden, aber ebenfalls eine hohe, lang dauernde Reproduktionsrate aufweisen.

Und dass sie ein ausgeklügeltes System von Wahrnehmung, Koordination und oft Kommunikation durch ein größeres Gehirn entwickelt haben. Häufig haben sie auch in ein System gegen endogene Schäden durch Sauerstoffradikale (z. B.  2). Vor allem für die Größe und Hirnentwicklung brauchen die Nachkommen eine längere Embryogenese und Entwicklungszeit, oft auch eine nachgeburtliche Fürsorge, die die Reproduktionsrate der Art drastisch senken. Diese Arten leben in einer meist stabilen Umwelt, die keine größeren unvorhersehbaren Schwankungen in den Ressourcen aufweist.

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